DTG-Druckanleitung

DTG-bedrucktes Sweatshirt mit klaren, vollfarbigen Details

DTG-Druck leicht gemacht

DTG (Direct-to-Garment) ist eine fantastische Methode, um Textilien zu veredeln – Sie können komplexe Designs mit Farbverläufen, Fotos und unbegrenzten Farben direkt auf die Kleidungsstücke drucken.

Doch im Gegensatz zu einem Bildschirm ist ein Baumwoll-T-Shirt ein lebendiges Material: Jede Faser, jedes Webmuster und jeder Farbton beeinflussen, wie Ihr Design letztendlich aussieht.

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Kleidungsstück auf einer Druckplatte für DTG-Druck fixiert

Wie funktioniert DTG in der Praxis?

  • Das Kleidungsstück wird flach auf einer Druckplatte fixiert.
  • Farben auf Wasserbasis werden direkt in die Fasern gesprüht.
  • Bei dunklen Artikeln wird zuerst eine weiße „Unter­gru­ndschicht“ gedruckt, damit die Farben leuchten.

Das Magische daran: Die Drucke fühlen sich weich an, sind atmungsaktiv und umwelt­fre­un­dlich.

Die Realität: Dasselbe Design kann auf einem weißen Bio-T-Shirt etwas anders aussehen als auf einem schwarzen Hoodie, da Fasern, Farbton und Stoffdicke den Druck beeinflussen.

DTG-bedrucktes Sweatshirt mit klaren, vollfarbigen Details

Warum die Ergebnisse je nach Stoff variieren

Auch wenn Sie alle Regeln befolgen, ist der Stoff die größte Variable beim DTG-Druck:

  • Farbve­rs­chi­ebungen: Helle Töne wirken auf melierten, naturfarbenen oder intensiv gefärbten Stoffen anders.
  • Einfluss der Textur: Glatter Baumwoll-Jersey zeigt feinere Details als ein schwererer Fleece-Stoff.
  • Effekt der Unter­gru­ndschicht: Schatten und Lichtverläufe wirken auf weißen Textilien weicher, auf dunklen Stoffen hingegen schärfer, bedingt durch die weiße Unterschicht.
  • Faserflusen: Bei Bio-Baumwolle können durch hellere Farben winzige Fasern sichtbar werden – ein natürliches Zeichen für Authentizität.

Bei Caspar verwenden wir ausschließlich Stanley­/Stella-Kleidung (GOTS-zertifiziert, Fair Wear), da diese die beste Konsistenz und Nachhaltigkeit auf dem Markt bietet.

DTG-Dateivorbereitung – Best Practices

Date­ivor­be­re­itung — Was man tun sollte

  • Designen Sie in RGB (Adobe RGB 1998) für einen breiten Farbumfang.
  • Exportieren Sie als PNG mit Transparenz.
  • Bereiten Sie Dateien mit mindestens 150 dpi in der finalen Druckgröße vor.
  • Testen Sie Ihr Motiv sowohl auf hellen als auch auf dunklen Mockups.
  • Verwenden Sie für Schatten und Verläufe solide Formen anstatt halbtran­spa­renter Weichzeichner.

DTG-Dateivorbereitung — Was man vermeiden sollte

Date­ivor­be­re­itung — Was man nicht tun sollte

  • Laden Sie keine Dateien mit niedriger Auflösung hoch → sie werden beim Skalieren unscharf.
  • Designen Sie nicht in CMYK → rechnen Sie mit unerwünschten Farbab­we­ic­hungen.
  • Verlassen Sie sich nicht auf extrem feine Nuancen → diese können im tatsächlichen Druck verloren gehen.
  • Erwarten Sie keine identischen Ergebnisse bei jedem Kleidungsstück → natürliche Schwankungen sind Teil des DTG-Drucks.

Zusam­men­fassung: Was funktioniert (und was nicht)

✓

Funktioniert gut

  • Kräftige Grafiken, Illustrationen und Logos
  • Fotos mit gutem Kontrast
  • Typografie in klaren, soliden Schriftarten
  • Helle Farben auf hellen Untergründen
✗

Herausfordernd bei DTG

  • Halbtran­spa­rente Verläufe auf dunklen Stoffen (wirken oft „härter“)
  • Sehr feine Linien unter 1 pt (können verloren gehen)
  • Große, dunkle Flächen auf hellen Stoffen (können weniger gesättigt wirken)

Sind Sie bereit, Ihr Design zu verö­ffentlichen?

Beginnen Sie mit einem schnellen Muster, um Farben und Haptik zu prüfen – danach können Sie es selbstbewusst in Ihrem Shop verö­ffentlichen.

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